Die LINKE will Equal-Pay in der Leiharbeit
Nach den jüngsten Angaben des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA) ist die Leiharbeitsbranche im letzten Jahr wieder stark expandiert. Mit den derzeit 720.000 Beschäftigten betrage der Zuwachs in der Branche 24 Prozent. Dazu erklärt Jutta Krellmann, Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung der Linksfraktion:
„Ich weiß nicht, was so schwierig daran ist, eine klare Regelung zu finden. Deshalb verstärkt sich der Eindruck, dass die Bundesregierung die dringend notwendige Regulierung der Leiharbeit bewusst verzögert . Dabei zieht diese niedrig entlohnte und sozial wie rechtlich ungesicherte Beschäftigungsform weite Teile des Arbeitsmarktes immer tiefer in den Abwärtssog. Gute Löhne und Arbeitsbedingungen werden dadurch
massiv unter Druck gesetzt. Es ist deshalb höchst problematisch, dass sich die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt immer noch in einer unregulierten Leiharbeit auswachsen kann.
Die Bundesregierung ist zu feige, sich mit der Leiharbeitsbranche anzulegen. Seit Monaten schiebt sie das Problem vor sich her und hofft auf eine Einigung zwischen den Tarifpartnern. Dabei wäre es sehr einfach, dem Missbrauch, der Ausbeutung und dem Lohndumping endlich einen Riegel vorzuschieben. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ müsste gesetzlich durchgesetzt werden. Das wäre gut für alle Beschäftigten und zugleich eine Entlastung für den Bundeshaushalt. Die so genannten Aufstocker in der Leiharbeit, die jährlich insgesamt 500 Millionen Euro zusätzliche Hartz-IV-Leistungen benötigen, könnten ihre Familien endlich von ihrer Arbeit ernähren.“