Psychische Erkrankungen sind Folgen schlechter Arbeit
Das ist das Ergebnis einer Studie der Psychotherapeutenkammer
Das Ergebnis der Studie der Psychotherapeutenkammer ist erschreckend: Seit 1990 stiegen die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um 100 Prozent. Das bedeutet, 11 % aller Fehltage gehen auf psychische Erkrankungen zurück.
Dies ist Symptom einer Gesellschaft, in der sich ArbeitnehmerInnen immer höheren Anforderungen gegenüber sehen und gleichzeitig um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Zu diesem Druck kommen oft schlechte Arbeitsbedingungen, Mobbing und ein Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Entlohnung noch dazu. Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren, sind noch häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen. Alkoholabhängigkeit und Depressionen sind vielfach Folgen, die die Gesellschaft viele Milliarden im Gesundheitssektor kosten.
Anstatt Menschen mit schlechter Arbeit krank zu machen, sollten wir in eine lebenswerte Gesellschaft mit guter Arbeit investieren. „Ein Mindestlohn von 10 Euro und eine Verbesserung des Kündigungsschutzes sowie die Abschaffung grundlos befristeter Beschäftigung wären ein erster Schritt in diese Richtung“ so MdB Jutta Krellmann.