Solidarität mit den Beschäftigten der Firma Lenze

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie in den Medien bekannt wurde, sollen die Beschäftigten  der Lenze-Gruppe in Groß Berkel und Extertal die Zeche für die Krise bezahlen. Die Geschäftsführung will Massenentlassungen durchsetzen. Die Lenze-Gruppe ist das erste Unternehmen im Landkreis Hameln-Pyrmont, das vom politischen Ziel in der Krise, die Beschäftigung zu sichern, abweichen will. Wie dem Kreisvorstand DIE LINKE bekannt wurde lehnen Betriebsrat und IG Metall die Pläne des Unternehmens strikt ab. Diesem Vorhaben der Lenze-Managern muss entschlossen entgegen getreten werden. Es kann einfach nicht wahr sein und grenzt an einen Skandal, dass die Geschäftsleitung sich weigert Gespräche mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung zu führen.

Mit milliardenschweren Bürgschaften und Kapitalspritzen, mit immensen Förderprogrammen und Steuersenkungen spannt man nicht nur hierzulande Rettungsschirme für Banken, Versicherungen und Großindustrie, um so die  schwerste kapitalistische Wirtschafts- und Finanzkrise seit den 30er Jahren zu bewältigen. Im Ergebnis heißt das:

Die Großen kriegen 'nen Schirm, die ‚kleinen Leute' lässt man im Regen stehen!

Was wir brauchen ist ein Schutzschirm auch für die Menschen! Auch für die Beschäftigten in der Lenze-Gruppe!

Hier reicht es nicht mehr, die Lippen zu spitzen, hier muss so gepfiffen werden, dass den Lenze-Managern ein Sturm der Entrüstung um die Nasen weht!

Treten wir also gemeinsam ein für:

die Rücknahme der ankündigten 600 Entlassungen,

eine Beibehaltung bzw. Ausweitung beschäftigungssichernder Maßnahmen insbesondere der Kurzarbeit,

Qualifizierungsangebote für die Beschäftigten,

Verbot von Massenentlassungen wie in Frankreich und Spanien,

Verbot von Produktionsverlagerungen und weiteren Unternehmensaufspaltungen,

Zukunftskonzepte und Investitionen bei Lenze und in der  gesamte Region Hameln-Pyrmont und Extertal,

mehr Demokratie und paritätische Mitbestimmung in den Betrieben,

mehr Einfluss der Beschäftigten auf die Unternehmensführung, was wie und wo produziert wird.

Das heißt: Die großen Gewinnsteigerungen der letzten Jahre bei Lenze müssen zur Zukunftssicherung der Lenze-Beschäftigten verwandt werden.

Aus diesen Gründen erklären
wir uns mit Euch solidarisch
(hören Sie dazu auch Peter Kurbjuweit)







Wer kämpft kann verlieren

Wer nicht kämpft hat bereits verloren

deshalb kämpfen wir für Arbeitsplatzsicherung bei Lenze

Mit solidarischen Grüßen

Jutta Krellmann               Peter Kurbjuweit                 Frank Pook  

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Protestputzen in Hameln am 11.04.2009

Am Samstag, 11. April 2009 haben wir das Zweckbündnis unterstützt und die Fußgängerzone symbolisch gesäubert. Es gab viel Solidarität von den Passanten und es wurde klar: Wenn die Fußgängerzone regelmäßig gereinigt und gepflegt würde, wäre sie attraktiver! Aber sie 30 Jahre verkommen zu lassen und dann eine Erneuerung der FuZo zu fordern, das ist unverständlich! Deshalb stimmt am Sonntag, 19. April 2009 mit "JA" für eine vernünftige und kostengünstige Verschönerung der Hamelner Fußgängerzone!